Schwerpunkt Montessori

Das Konzept unserer Schule mit Montessori-Schwerpunkt ist auf den Seiten dieser Schulhomepage gut dargestellt. Darüber hinaus gibt es noch eine mehr oder weniger autarke kleinere Lerngruppe, die Familiengemeinschaft, die sich auf eigenen Seiten vorstellt (hier). Durch die dort regelmäßige Anwesenheit vieler Eltern im Schulalltag und gleichzeitig anderem Erziehungsverständnis weicht die Familiengemeinschaft in gewissen Aspekten vom "allgemeinen" Schulkonzept auf Montessori-Basis ab. Zur Entscheidungshilfe stellen wir euch hier noch einmal kurz zusammen, wofür der Schwerpunkt Montessori steht.

 

Lernen gelingt leicht und nachhaltig, wenn es aus "freien Stücken" initiiert wurde. Die "Freie Wahl der Tätigkeit" hat bei uns große Priorität. Das heißt aber nicht, dass die Kinder tun und lassen, was sie wollen, sondern dass sie wollen, was sie tun. Die "Freiheit" ist hier klar eingeschränkt und es geht um ein "Lernen am Exempel". Die angebotenen Sachthemen sind so ausgewählt, dass sie eigentlich jedes Kind interessieren - welterklärend.

 

Die Kinder entscheiden frei, in welcher Reihenfolge, also wann sie die Themen bearbeiten, ob allein oder mit anderen, in welchem Tempo, wie lange bzw. wie vertieft - aber nicht "ob". Gleiches gilt für die Projektgruppen: Das Kind entscheidet sich, an welcher Projektgruppe es teilnehmen will, aber nicht ob es teilnimmt. Oder für die Dienste: Es entscheidet sich, ob es fegt oder Stifte spitzt oder Tische wischt, aber nicht ob es mithilft oder nicht. Individuelle Freiheit und soziale Gemeinschaft sind uns wichtig, aber die Freiheit des Einzelnen endet, wo die der Gemeinschaft beginnt.

 

Die Erwachsenen geben dem Kind durch die durchdachte, vorbereitete Umgebung einen großen Gestaltungsrahmen. Wenige, aber sorgsam durchdachte Regeln geben sie vor - nicht um das Kind zu maßregeln, sondern um eine gute Lernatmosphäre zu gewährleisten. Es ist ihre Aufgabe, dem Kind mit Liebe zu begegnen, ihm Vorbild zu sein, es zu inspirieren, einzuladen und zu ermutigen, Neues auszuprobieren - immer im Hinterkopf haltend, es in die Selbständigkeit, in die Unabhängigkeit vom Erwachsenen zu führen, sich selbst überflüssig zu machen, dem Kind die Verantwortung für sich und seine Umwelt zu übertragen.

In der Lernbegleitung des Kindes geht es darum, einen Rahmen zu schaffen, der ihm Geborgenheit bietet, seine Neugier weckt, in dem es seine Lernfreude beibehält und seinen Mut, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.

Es geht darum, wenn nötig, das Kind "aufzurichten", in ihm gute Gewohnheiten zu entwickeln, in ihm schon mehr zu sehen, als es in sich selbst sieht und es auf "Durststrecken" verständnisvoll aber ermutigend zu führen. Lernen findet immer an der Schwelle zur nächsten Entwicklungsstufe statt - nicht innerhalb der Komfortzone, weshalb es oft als anstrengend empfunden wird und die Motivation dann nachlassen kann. Ist das nächste Ziel aber erreicht, ist die Freude groß und der Stolz auf sich selbst. So nährt sich der fürs Leben so wichtige Glaubenssatz: "Ich kann alles schaffen - mit Mut, Geduld und Fleiß."

Der Montessori-Zweig versteht sich bewusst als öffentlicher Lernraum, als Bildungsort, an dem möglicherweise andere Regeln oder Standards gelten als zu Hause. Auf Ordnung wird besonderer Wert gelegt. Die Lernmaterialien werden nicht zweckentfremdet, sprich anderweitig eingesetzt, als es ihrer Bestimmung entspricht. Spielzeug bleibt zu Hause oder bis nach dem Mittagessen in der Tasche ("Kuschelbegleiter" ausgenommen).

 

Bezugspersonen der Kinder sind immer willkommen und eingeladen, am Schultag teilzunehmen, ihrem oder anderen Kindern durch offene Angebote, als Lesepate o.ä. ihre Zeit zu schenken. Eltern verpflichten sich, an 5 Elternabenden pro Schuljahr teilzuehmen. Zudem ist es seitens der Schule außerordentlich erwünscht, dass Eltern sich in der Schule - als Vorbild für ihr Kind - selbst auch Lernzeit schenken, z.B. 30 Min. pro Woche eine Sprache lernen, ein Instrument oder eine Sportart üben oder gemütlich ein Buch lesen.

 

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